Das Vertrauen in politische Prozesse und Institutionen sinkt, weil Informationen zu Korruption und Kriminalität in der Politik leichter zugänglich sind.
die studie sagt:
Digitale Medien stehen in Zusammenhang mit einer Vielzahl von demokratierelevanten Variablen. Die Mehrzahl der Befunde deutet auf potenzielle Gefahren für die Demokratie hin – zum Beispiel die emotionale Abwertung Andersdenkender (affektive Polarisierung), das Erstarken populistischer Bewegungen, die zunehmende Fragmentierung des gesellschaftlichen Diskurses und ein sinkendes Vertrauen in demokratische Institutionen sowie Hassrede und die Verbreitung von Fehlinformationen.
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Gleichzeitig gibt es aber auch positive Beobachtungen: Menschen, die digitale Medien nutzen, beteiligen sich häufiger politisch, haben Zugang zu vielfältigen Informationen, können sich frei äußern und verfügen über ein höheres politisches Wissen. Unklar ist jedoch, inwieweit digitale Medien tatsächlich den Wissenszuwachs und die Offenheit für unterschiedliche Perspektiven fördern. Während einige Studien dies bestätigen, weisen andere auf neutrale oder sogar negative Effekte hin. „Wir müssen dringend erforschen, wie digitale Medien – ihre Algorithmen und Funktionen, aber auch die Dynamiken unter den Nutzenden – mit den einzelnen Variablen zusammenwirken. Und vor allem: Was verursacht was?“, betont Lisa Oswald.
bezieht sich nicht auf die überschrift, sondern auf den satz davor