Skip Navigation

InitialsDiceBearhttps://github.com/dicebear/dicebearhttps://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/„Initials” (https://github.com/dicebear/dicebear) by „DiceBear”, licensed under „CC0 1.0” (https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/)M
Posts
252
Comments
180
Joined
3 yr. ago

  • Bezüglich der genannten Dehumanisation kann ich mir mangels tieferen Einblicks in die Materie keine fundierte Meinung bilden (aka ich habe keine Ahnung davon), denke aber dass die von Dir beschriebenen Zusammenhänge durchaus möglich sind, wenn auch sehr bedrückend.

    Da aber die genannte, zugehörige Studie keinen Bezug zum Tragen/Nichtragen eines Helmes hatte, las ich zwar deren Zusammenfassung, fand sie aber im Bezug auf den konkreten Punkt ("Helmtragen erhöht das Risiko") als einfach nicht aussagekräftig.

  • Kanzler + Augenklappe + Monokel = Memeimplosion

  • Herzlichen Dank Anekdoteles für Deine Links zu den Studien aus u.a. England, USA und Australien. Es scheint leider keine gut auffindbaren Studien für Deutschland zu diesem Thema zu geben, was ich schade finde.

    Ich möchte erst noch einmal die Aussage vom Nacktmull zitieren:

    Autofahrys verhalten sich im Durchschnitt rücksichtsloser gegenüber Radfahrys die einen Helm tragen, dies ist durch wissenschaftliche Studien belegt und eines der wichtigsten Gegenargumente [gegen die Helmpflicht].

    Mich störte daran, dass es sich so liest, als ob das individuelle Tragen eines Helmes beim Radfahren ein erhöhtes Risiko durch rücksichtslosere Autofahrer darstellt. Daher wollte ich selbst diese wissenschaftlichen Studien lesen.

    Im folgenden würde ich gerne auf Deine Nummerierung [1] bis [5] der Quellen/Studien bezug nehmen.

    Erhöhte Risikobereitschaft durch Helmtragen?

    Wie Du ebenfalls schreibst, widerlegt die von mir bereits zitierte Metastudie [3] die These, Helmtragen beim Fahrradfahren erhöhe die Risikobereitschaft des Radlers. Hier sind wir uns offenbar einig, dass es keine veränderte Risikobereitschaft gibt, die zu einer erhöhten Gefahr durch Tragen eines Helmes führen könnte.

    Geringerer Überholabstand durch Helmtragen?

    Die Daten von Ian Walker, 2007

    Interessant zur Stützung von Nacktmulls Aussage ist die Studie [1], die ich ja ebenfalls verlinkte, zusammen mit zugehöriger Originalstudie, Ian Walker 2007 und Disput um deren statistische Auswertungsmethoden.

    Alle drei Studien verwenden die selben Daten, die Ian Walker 2007 veröffentlichte. Außer des "Radmesser"-Experiments (siehe weiter unten), konnte ich keine weiteren Daten zum Thema finden.

    Ian Walkers Daten umfassen 2.300 Überholvorgänge auf einer unbekannten Wegstrecke britischen "suburban/urban road types", wobei der überholte Radler stets Ian Walker selbst war. Es gab weitere Versuche, in denen Ian Walker eine Perücke trug, um als Frau wahrgenommen zu werden. Hierzu habe ich keine quantitiven Angaben finden können.

    Resultate aus dem Briefing:

    When overtaking the test bicycle, drivers passed closer when the experimenter

    • rode towards the centre of the lane rather than the edge
    • wore a helmet
    • appeared male rather than female

    Ein Resultat der Studie ist, dass Autofahrer näher am Fahrrad übeholen, wenn Ian Walker einen Helm trägt.

    Meine Probleme mit den Daten von Ian Walker, 2007 für unsere Diskussion

    Ich frage mich, ob eine Verkehrsstudie aus England (andere Mentalität, andere Fahrgewohnheiten, andere Gesetze, Linksverkehr, anderes Wetter) gut mit unserer Situation in Deutschland vergleichbar ist.

    Hauptsächlich stört mich aber, dass an dieser Studie nur ein einziger Radfahrer und Fahrradtyp beteiligt war und dennoch aus den Daten generelle Rückschlüsse für alle Menschen (klein, groß, sicher, unsicher) und Fahrräder behauptet werden.

    Fahrradprojekt “Radmesser” des Tagesspiegels, 2018

    Ich war ganz froh, zumindest noch ein weiteres Experiment zur Thematik zu finden, nämlich das von mir bereits genannte Fahrradprojekt “Radmesser” des Tagesspiegels.

    Folgende Vorteile sehe ich gegenüber Ian Walker, 2007 für eine Diskussion im deutschen Verkehr:

    • der Versuch fand in in Berlin, also Deutschland statt
    • die 100 Teilnehmer wurden aus 2.500 Bewerbern so ausgewählt, dass sie möglichst verschieden waren (item 6)
    • es wurden innerhalb von 2 Monaten 13.300 km zurückgelegt und 16.700 Überholvorgänge vermessen

    In diesem Experiment gab es also eine verhundertfachung des Fahrrad- und Fahrertyps, sowie eine Vervielfachung der Überholvorgänge (den genauen Faktor kann ich nicht nennen, da ich die keine Zahlen bei den "erweiterten Versuchen" mit Perücke fand). Einen Ausschnitt aus den Ergebnissen hatte ich zuvor zitiert.

    Da es in der Diskussion um erhöhte Rücksichtslosigkeit gegenüber behelmten Fahrradfahrern geht, zitiere ich die für mich entscheidende Passage, die Ian Walker, 2007 hierbei widerspricht:

    56 Prozent dieser gemessenen Überholvorgänge waren zu dicht, also unter 1,50 Meter. Ob sie dabei einen Helm trugen oder nicht, machte keinen statistisch aussagekräftigen Unterschied. Personen mit Helm bekamen in den Messungen eher etwas mehr Abstand.

    Die drei anderen Studien

    [2] befasst sich nicht damit, dass Autofahrer rücksichtsloser gegenüber helmtragenden Radfahrern sind!Es geht untere anderem um die Auswirkungen der australischen Helmpflicht auf Kopfverletzungen und Anzahl der Radfahrer. Es wird auch auf eventuelle Vorteile einer Helmpflicht für Motorradfahrer verwiesen, die es in Australien anscheinend nicht gibt (gab).

    [4] nimmt keinerlei Bezug auf das Tragen von Helmen!Es geht vielmehr um eine angebliche Entmenschlichung von Radfahrern, die belegt werden soll.

    [5] befasst sich nicht damit, dass Autofahrer rücksichtsloser gegenüber helmtragenden Radfahrern sind!Es wird (für die USA) kritisiert, dass eine Fixierung auf Tragen von Helmen, andere Sicherheitsmaßnahmen für Radfahrer behindere.

    Meine Schluss

    Ich sehe, außer bei Ian Walker, 2007, keinen wissenschaftlichen Beleg für die Aussage "Autofahrys verhalten sich im Durchschnitt rücksichtsloser gegenüber Radfahrys die einen Helm tragen".

  • Nicht falsch verstehen, ich bin nicht für eine Helmpflicht beim Radeln.

    Sehr wohl befürworte ich aber das selbstverantwortliche Tragen eines Helmes beim Fahrradfahren (nicht nur im Straßenverkehr), da dieser bei einem Sturz einen Kopf besser schützen wird als Luft.

    Was ich nicht befürworten kann, ist die offenbar nicht eindeutig belegte Behauptung, dass Fahrradfahren mit Helm gefährlicher sei, als ohne. Im Gegenteil finde ich eine solche Aussage ähnlich schädlich wie die damaligen Scheinargumente gegen die Gurtpflicht. (kurzer Rückblick im ersten Abschnitt „Fessel“: Die Argumente gegen die Gurtpflicht aus den 70ern klingen sehr vertraut)

    EDIT: das die jetzt angestossene Diskussion um eine Pflicht nur eine Scheindebatte ist, da gebe ich Dir natürlich recht.

  • Da mich diese Aussage interessierte, habe ich mich auf die Suche nach den wissenschaftlichen Studien gemacht.

    Gefunden habe ich diesen Artikel des Tagesspiegel, in dem dankenswerterweise diverse Studien zum Thema verlinkt und beschrieben sind: https://www.tagesspiegel.de/wissen/fahren-radfahrer-mit-helm-riskanter-5029636.html

    In einer der genannten Studien wird geschlossen, dass Radfahrer mit Helm risikobereiter wären. Wohingegen statistischen Analyse von 23 Studien diese Aussage für den Verkehr nicht stützen.

    In seiner Studie von 2007 findet der Psychologe Ian Walker im Selbstversuch, dass beim Überholen seines Rades weniger Abstand gehalten wird, wenn er Helm trägt: Drivers overtaking bicyclists: Objective data on the effects of riding position, helmet use, vehicle type and apparent gender

    Zu dieser Studie gibt es abweichende Meinungen zur Auswertung: Bicycle helmet wearing is not associated with close motor vehicle passing: a re-analysis of Walker, 2007 | Bicycle helmet wearing is associated with closer overtaking by drivers: A response to Olivier and Walter, 2013

    Das Fahrradprojekt "Radmesser" des Tagesspiegels ist ein deutlich größer angesetzter Versuch in Berlin und kann die Studie von Walker 2007 wohl nicht bestätigen:

    Das Fahrradprojekt "Radmesser" des Tagesspiegels kommt zu dem entgegengesetzten Ergebnis. In dem Projekt fuhren 100 Freiwillige zwei Monate mit einem Sensor durch Berlin, der aufzeichnete, wie eng Autos sie überholten. 13.300 Kilometer legten die Teilnehmer zurück, 16.700 Mal wurden sie dabei überholt. 56 Prozent dieser gemessenen Überholvorgänge waren zu dicht, also unter 1,50 Meter. Ob sie dabei einen Helm trugen oder nicht, machte keinen statistisch aussagekräftigen Unterschied. Personen mit Helm bekamen in den Messungen eher etwas mehr Abstand. Auch Warnweste oder ein Fahrradairbag änderten nichts an den Überholabständen.

    Was ich überhaupt nicht finden konnte waren Studien, die sich gegen das Helmtragen aussprechen oder so deutliche Nachteile finden, dass sie als Gegenargument gegen den Sicherheitsgewinn eines Helmes verwenden werden könnten.

  • Tageszeitgenaue Stromabrechnung bzw. Verbraucher zu günstigen Zeiten schalten, ist das eigentliche (noch nicht erreichte Ziel). Bisher habe ich aber einfach nur sehr (sehr) viele Daten über unseren Stromverbrauch gesammelt.

    So sieht ein aktueller Ausschnitt aus dem Volkszaehler aus. In dessen Datenbank speichere ich alle Rohdaten, ohne sie zusammenzufassen.

    In der Heimautomatisierung, werden die Daten aber nur minutengenau geholt und gespeichert und später dann zu noch größeren Zeiträumen und Durchscnnitten zusammengefasst.

  • Gerne.

    Für das Auslesen des Stromzählers musste ich mir einen Code beim Stromanbieter geben lassen und habe dann mit Lichtsignalen am optischen Ein-/Ausgang die bessere Auflösung freigeschaltet (also genauere Zahlenwerte). Die schlechte Auflösung sei wohl aus Datenschutzgründen standardmäßig aktiv.

    Dann habe ich einen "Weidmann IR Schreib/Lesekopf USB (Optokopf)" für ca 50 Euro gekauft (soweit ich mich erinnere könnte man auch etwas günstigeres selbstbauen) und diesen an einen alten Raspi 1 gehängt. Der Magnetkopf wird am optischen Ein-/Ausgang des Stromzählers befestigt.

    Auf dem Raspi läuft ein Image des Volkszaehler Projekts, bei mir ist das noch Debian 9.

    Da mir eine mysql-Datenbank mit vielen Schreibzugriffen auf der Raspi SD-Karte zu heikel war, habe ich die Volkszaehler-Datenbank ausgelagert auf einen vorhandenen Server mit echten Festplatten. Der Raspi übernimmt "nur" noch das Auslesen und Verarbeiten der Daten, sowie das Webinterface.

    Für FHEM habe ich mich an diese Anleitung gehalten: https://wiki.fhem.de/wiki/Volkszaehler (vermutlich nicht ganz so interessant). Damit kann ich in meiner Heimautomatisierung den Stromverbrauch entsprechend auswerten.

    Wenn noch weitere Details benötigt werden, bitte einfach melden 🙂

  • Das Video steht ja im Kontext des Make Magazin und in deren Leserschaft ist 3D-Druck schon eines der Interessensgebiete.

  • Vielleicht kannst Du mal bei BerryBase (Sertronics, Berlin) anfragen? Die sitzen ja quasi an der Quelle (auch der Informationen über Lieferbarkeit).

  • Bevorzugst Du beim Stromverbrauch dann ältere Raspi 1-3, oder den Zero?

    Bei mir laufen genau aus stromspargründen auch heute noch einige Raspi 1, die ihre Aufgabe (Router für ein altes 10MBit Netz, Webserver, Volkszähler zum Auslesen des Stromzählers) einwandfrei erledigen können. Für OctoPi und Smarthome mit FHEM musste ich (damals) aber auf Raspi 3 umsteigen, da die 1er an ihre Grenzen kamen.

  • Ich finde für den Raspi 4 75 Euro ok und 100 Euro zu teuer, bin aber froh, dass er wieder einigermaßen erschwinglich ist. Natürlich wären mir auch die genannten 30-40 Euro lieber, aber denke, dass dies für die Hersteller nicht mehr kostendeckend ist.

  • Same for me with uBlock Origin, until I have updated to version 1.51.0

  • This is nice 👍

  • Ah this makes sense. Thank you for the explanation :) So seems about time to pull some fellow feddit members into this community.

  • Although I know what you mean, it is not fully true for this community. In some of the posts there has been quite some discussions with even some more nice ideas and webpages popping up ;).

  • Congratultions & thank you @Eggcat@lemmy.ml I really love this community as there are so many wonderful ideas (websites) still to be discovered on the internet.

  • Ich finde die Idee nicht gut, da es eine zusätzliche Hürte für mehr Fahrradfahren wäre. Die meisten Leute halten sich meines Erachtens an sinnvolle Regeln. Für mich wäre es ähnlich dem Führerschein für Multicopter, der eingeführt wurde, weil einige (Schimpfwort hier eintragen) massiv Unsinn machten und nun dürfen alle dafür büßen.

    Überspitzt könnte man auch sagen: "Wo soll das enden? Fahrräder für Kleinkinder mit Kennzeichen? Fußgänger mit Kennzeichen (benehmen sich ja auch mal daneben)?" ...

    EDIT: meintest Du eigentlich Fahrräder allgemein, oder nur mit Motor?

  • Habe ich die neuen Regeln richtig verstanden, dass ich bei Linkreinreichung einen Kommentar (wie diesen) darunterschrieben muss?