Das finde ich einen sehr interessanten Aspekt. Die Regierungskoalition hatte ja explizit eine Senkung der Grunderwerbssteuer nur für Familien vorgeschlagen. Das wollte die CDU aber nicht. Davon hätten die Spekulanten natürlich nicht profitiert.
Jetzt fehlt mir etwas die Übersicht über die Thüringer Verhältnisse. Hier in Berlin würde genau das passieren, was du beschreibst. Ist der Immobilienmarkt in Thüringen denn genau so kaputt?
Wenn das so gut für Familien ist warum kam die geplante Senkung nicht von der Gegenseite? Könnte es daran liegen, dass Grunderwerbssteuer zum Erwerb von Grundstücken evtl. gerade nicht das dringlichste Problem von Millenials + GenX mit Kindern ist?
Das mag ja an sich schon gut sein, für Familien. Die Zinststeigerungen haben es noch schwerer gemacht, Eigentum zu erwerben. Und das ist nunmal der Traum von vielen Leuten und auch nicht unbedingt eine schlechte Entscheidung. Aber die Regierungskoalition hatte ja angeboten, die Grundsteuer explizit für Familien zu senken. DAS wollte die CDU aber nicht.
Ganz abgesehen davon, dass der halbe Prozentpunkt den Kohl nun wirklich nicht mehr fett macht.
Und dabei hat es doch jemand aus der eigenen Partei eigentlich gut erklärt:
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident und CDU-Landesvorsitzender Daniel Günther hat eine konsequente Haltung seiner Partei gegenüber der AfD angemahnt. "Die Haltung der CDU Schleswig-Holstein ist klar: Ein wie auch immer geartetes Zusammenwirken mit der AfD ist ausgeschlossen", sagte Günther am Freitag. "Das gilt auch für eigene Initiativen, die absehbar nur mit Hilfe dieser Partei Aussicht auf Erfolg haben."
Ich will niemandem etwas beweisen. Ich stelle nur einen Kontext fest und empfehle, genauestens darauf zu achten, wer jetzt nach personellen Konsequenzen ruft, aber selbst keine gezogen hat.
Das sind meines Erachtens schon zwei verschiedene Dinge. Aus einem Kontext, der hier zweifelsfrei besteht, kann man noch nicht den Schluss ziehen, dass die Situation dieselbe wäre. Vielmehr bietet der Kontext nur den Rahmen zu prüfen, ob die Situation die selbe wäre. Deine Forderung, genauestens darauf zu achten, wer jetzt nach personellen Konsequenzen ruft, aber selbst keine gezogen hat, impliziert aber, dass du die Situation als mindestens vergleichbar ansiehst. Und das ist aus meiner Sicht - wie gesagt - unterkomplex.
Richtig. Ich wünschte, das würde sich durchsetzen.
Ganz deiner Meinung. Wir werden den "richtigen" Umgang mit der AfD nicht finden, wenn wir Wasser predigen aber Wein saufen.
Genau. Deswegen ist es auch Wahnsinn für die FDP. Der Frankfurter FDP Banker mag zwar radikalkapitalistische Ansichten haben, aber die AfD möchte er doch nicht. Entweder weil es dem Wirtschaftsstandort schadet, oder weil er nicht mit denen in einer Ecke stehen will, oder weil er tatsächlich liberale Werte vertritt. Ähnliches gilt für den Wiesbadener Ruheständler.
Eine ehrliche Frage an OP: Was willst du bewirken mit einem Artikel von Mai? Uns beweisen, dass die Aufregung um die Abstimmung heute scheinheilig ist? Dann äußere dich doch in den Threads dazu.
Der Information dient der Beitrag jedenfall nicht: Dass die SPD und die Linke ihren Antrag zum UA nur mit den Stimmen der AfD durchbekommen haben, ist weithin bekannt und wird auch anlässlich der aktuellen Berichterstattung breit berichtet.
Jetzt mag man diskutieren, ob ein Antrag zu einem UA, für den ja zumindest auch die FDP hätte stimmen "können" vergleichbar ist mit dem Antrag heute der weitreichende Auswirkungen auf den Haushalt hat. Aber auch dazu bietet der Post auch irgendwie keinen Anlass. Zudem kann man durchaus beides scheiße finden. Politik ist kein Sportevent wo es um Fantum geht. Sprich: Auch die Regierungskoalition sollte nicht mit der AfD kooperieren. Das ist aber heute auch nicht passiert.
Mit drängt sich auf, dass der Post einem einfachen "got ya" dient. Aber das ist dann doch etwas Unterkomplex.
Thüringen hat seit der letzten Wahl eine Minderheitsregierung. Da passiert sowas mal. Letztlich ist das ein Problem für das ganze Land. Die Regierung kann sich nicht auf stabile Mehrheiten stützen. Die Opposition ist in ihrer Arbeit erheblich eingeschränkt, weil sie jedesmal Gefahr läuft, sich ihre Mehrheit bei der AfD zu holen.
In diesem Thread wird viel über die CDU diskutiert. Das echte Problem hat hier meines Erachtens die FDP. Die stehen vor einer Landtagswahl in Hessen. Da wird es echt knapp für die FDP. Es gibt viele potentielle FDP Wähler, die nichts mit der AfD zu tun haben wollen. Dass die FDP hier jetzt mit der AfD mitgestimmt hat, könnte der FDP in Hessen schaden.
Hier hat aber nicht die Regierungspartei irgendwo mitgestimmt, sondern die CDU hat einen Antrag eingebracht, der nur mit den Stimmen der AfD eine Chance hatte. Das war genau so von der CDU kalkuliert und irgendwelche Claquere erzählen jetzt, dass die immerhin vom Parteichef ausgeschlossene Zusammenarbeit mit der AfD eben doch OK sei.
Die Linke dürfte raus sein. Für die FDP wird es sehr eng.
Allerdings handelt es sich um eine INSA - Umfrage. INSA hat in der Vergangenheit die AfD und die CDU oft stärker gesehen, als das Ergebnis am Ende war.
Ich finde es interessant, dass er der erste ist, der entlassen wurde. Hat man denn immer vorher in bester Niebelungentreue an erfolglosen Trainern festgehalten, bis sie selbst zurückgetreten sind?
Letzter Stand Bürgeramt Schöneberg vor vier Wochen war, dass Debit nicht ging. Die stellen aber gerade um. Fand ich nicht so dramatisch, weil es vorher angekündigt war.
Diese Erfahrung hab ich ähnlich. Ich zahle wirklich alles mit Karte. Das einzige Problem hatte ich bei der Stadtverwaltung, die sagten, sie stellen gerade um. Selbst der Dönermann nimmt die Debit Karte.
Ich fand den Hype um don't look up etwas mehr als der Film verdient hätte. Aber die Darstellung des Techgurus und der Schergen um ihn herum trifft die Situation ganz gut.
Wobei ich jetzt den Kern des Problems weniger in der Gleichstellung an sich sehe, sondern in der Annahme, dass erstens Männer für ihr Land zu kämpfen hätten und zweitens Frauen als Gebährmaschinen für das Volk zu dienen hätten.
Will sagen: denjenigen, die für Gleichberechtigung kämpfen ist ja nicht unbedingt vorzuwerfen, dass wir Männer zwingen, eine Waffe in die Hand zu nehmen. Vielmehr ist die Ungleichbehandlung der Frau und die Idee, dass Männer für ihr Land zu kämpfen hätten beides archaisch.
Dein Verdacht ist doch überhaupt nicht begründet..... Ich meine ist ja nicht so als ob die halbe Jägerschaft drauf wartet den Wolf auszurotten zu dürfen...
Mein Verdacht gründet in erster Linie auf Gespräche mit einzelnen Jägern und dem ein oder anderen Blick in Jagdforen.
Und selbst hier in einem abseitigen Thread auf feddit taucht ein Kommentar eines Waffeninteressierten auf, der die Aufnahme des Wolfes ins JagdG fördert.
Das finde ich einen sehr interessanten Aspekt. Die Regierungskoalition hatte ja explizit eine Senkung der Grunderwerbssteuer nur für Familien vorgeschlagen. Das wollte die CDU aber nicht. Davon hätten die Spekulanten natürlich nicht profitiert.
Jetzt fehlt mir etwas die Übersicht über die Thüringer Verhältnisse. Hier in Berlin würde genau das passieren, was du beschreibst. Ist der Immobilienmarkt in Thüringen denn genau so kaputt?